Archiv der Kategorie 'Termine'

Bürokratie – Dystopie – Autoritarismus. Ein Lichtspielabend

Sonntag 29. Juli ab 19:00

Brasilianisches Bürohaus
(Bild: Creative Commons 2.0 Attribution Generic License, Steve Evans from Citizen of the World)

Der Neoliberalismus ist keine Deregulierung, sondern ein staatlich gesteuertes Programm, das auf Bergen von Bestimmungen, Normen und Gesetzen aufbaut. Eine Abschaffung der Bürokratie ist nicht in Sicht, und wir können den autoritären Umbau der europäischen Gesellschaften täglich beobachten. Wohin führt das, und was sagen uns bestehende Dystopien dazu?

Kommt ins H5 und diskutiert darüber bei Filmbeispielen!

Das H5 feiert Geburtstag

Flyer

Kommt am

Sonntag den 1. Juli, ab 15 Uhr vorbei.

Es gibt Essen und Getränke, Livemusik und mehr, gegen Spende!

Ende offen!

Tag der Befreiung

Am 8. Mai 1945 hat die Wehrmacht der Nazis kapituliert. Für den Staat kein Grund, einen Feiertag auszurufen, aber für uns ein Grund zum Feiern!

Jubel vor der Siegessäule

Der 8. Mai 1945, das war ein Tag der Befreiung, ohne Wenn und Aber.
Also laden wir auch 2018 ein, mit uns darauf anzustoßen.

Kommt ab 19:00 ins H5!
Vergessen wir niemals den Sieg über die Feinde der Freiheit!

35blumen öffnet das neue Tor!

Das 35blumen wird am neuen Standort eröffnet – und wir freuen uns mit!
Neuer Standoer 35Blumen

Am 31.März um 19 Uhr ist es soweit!
Der erste Abend wird von jungen KünstlerInnen gestaltet. In der nächsten Woche kommt schon die erste Ausstellung:

Düsentrieb

8. März

Zum Frauenkampftag am 8. März veranstalten wir den Themenabend zum
Freiheitskampf der Kurdinnen

Ab 19:00
Im H5

Lob des Bilderverbots

Nach Utpoia

Vortrag und Diskussion
Samstag 10. März
16:00
H5

Das Judentum stellt nicht nur eine besondere der vorderasiatischen Stammesreligionen dar, sondern durch die Entwicklung JHWHs zum abstrakten Eingott eine grundsätzliche Wende im Konzept des Göttlichen. Anstatt einfach das Ebenbild eines weltlichen Monarchen zu konstruieren, wurde Gott als wirkendes Prinzip von außerhalb der Welt gedacht. So wirkt Gott zwar im Diesseits, ist jedoch nicht an diesseitige Form gebunden. Das Göttliche insofern aus der Welt zu schaffen, ist somit Produkt der Religion selbst. Ihre angemessene kulturelle Form findet sie in jenem Bilderverbot, das sich auf das Jenseitige bezieht, einschließlich der Unbenennbarkeit Gottes. Judentum und Christentum, die einen aus dem Jenseitigen abgeleiteten Messianismus vertreten, hoffen damit jedoch auf die Versöhnung des Menschlichen mit dem Göttlichen.

Während in der christlichen Tradition das kommende Paradies auf Erden dennoch farbenprächtige Ausschmückungen erfuhr, hält sich der marxsche Kommunismus in Abgrenzung zum Utopismus zurück und präsentiert sich als Kapitalismuskritik. Bilderverbote im übertragenen Sinn haben hier keinen göttlichen Bezug, die kommunistische Gesellschaft als positives Ziel soll vollständig diesseitig sein. Im konsequenten Materialismus der RätekommunistInnen schließlich zählen nur die materiellen Bewegungen, der Klassenkampf, der gesetzmäßig den Kapitalismus überwindet. Entsprechend wird jenen, die mit der vorgefassten Utopie im Kopf Kämpfe lenken wollen, Misstrauen entgegengebracht. Das Misstrauen wurde nach dem Faschismus auf die Formulierung positiver Utopie selbst verlegt – die Utopie selbst sei deformiert durch bürgerliche Ideologie.

Was verbindet diese Formen von Bilderverboten, was ist der in ihnen versteckte Bezug von Diesseits und Jenseits? Und letztendlich: sind sie Hemmnis oder Moment des Fortschritts?